Zehn persönliche Fragen an den Wirtschaftsprüfer Norbert Bieber,
geschäftsführender Inhaber der Bieber Audit & Global Solutions GmbH in Saarbrücken:

1. Was macht Ihnen am meisten Freude in Ihrem Beruf?
Das Zusammenkommen mit unterschiedlichsten Menschen und das Finden von maßgeschneiderten Lösungen für unsere Mandanten.

2. Was war die größte Herausforderung in Ihrem Leben?
Die Gründung meiner eigenen Kanzlei. Ich habe mir damit einen Traum erfüllt und mit der deutsch-französischen Beratung auch ganz offensichtlich eine bestehende Marktlücke in der grenzüberschreitenden Steuerberatung geschlossen.

3. Wenn Sie zurückgehen könnten, würden Sie denselben Beruf wieder wählen?
Mein Beruf ist auch ein bisschen eine Berufung. Ich habe meine Entscheidung Steuerberater und Wirtschaftsprüfer zu werden tatsächlich an keinem Tag bereut. Wirtschaftliche und steuerrechtliche Fragen wurden mir sozusagen in die Wiege gelegt: Mein Vater besaß eine mittelständische Firma im Elsass und lebte für sein Unternehmen. Bei uns Zuhause drehte sich alles um die Mitarbeiter und wirtschaftliche Fragen. Schon damals musste man die strategische Ausrichtung einer Firma jeden Tag aufs Neue justieren. Schon früh faszinierten mich dabei vor allem die rechtlichen Rahmenbedingungen und das Rechnungswesen. Das Aufwachsen in einer zweisprachigen Region mit historischer Verbindung zu Deutschland und Frankreich erklärt dann auch, weshalb ich mich in beiden Kulturen privat und beruflich wohl fühle.

4. Haben Sie einen Leitspruch für Ihr Leben?
Ich halte es da ganz nach Goethe: Leben und leben lassen! Toleranz, Freiheit und die Flexibilität im Umgang mit gesellschaftspolitischen und kulturellen Fragen sind für mich die Grundlage eines friedvollen und glücklichen Miteinanders. Die Einstellung hilft mir auch, offen auf Mandanten zuzugehen, ihre Persönlichkeit besser zu verstehen und Ihnen eine auf sie zugeschnittene Beratung zu geben.

5. Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?
Ich bin passionierter Reiter und fest davon überzeugt, dass das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde liegt. Im Reitsport finde ich den nötigen Ausgleich zu meiner anspruchsvollen und auch zeitintensiven Arbeit. Dabei genieße ich vor allem den Bezug zur Natur. Ansonsten lese ich gerne und viel.

6. E-Books oder lieber Printmedien?
Privat verhalte ich mich eher konservativ und greife gerne zu einem klassischen Buch oder einer Zeitschrift. Ich genieße die Haptik und den Geruch von Papier. Beruflich lese ich praktisch nur noch digital. So kann ich schnell wissenschaftliche Artikel und auch das aktuellste Wissen zu meinen Fragen finden.

7. Was lesen Sie im Moment?
Wie immer lese ich mehrere Bücher gleichzeitig. Ganz oben auf dem Stapel liegt das Buch „Mittelstand ist eine Haltung“ von Heiner Kübler und Carl Siebel. Das Autorenduo skizziert die Probleme und Herausforderungen des Mittelstandes und zeigt praktische Lösungsansätze auf. Parallel hierzu lese ich eine Biographie über den französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulles, dem Gründer der fünften Republik, die der erst kürzlich verstorbenen französische Politiker, Romancier und Historiker Max Gallo verfasste.

8. Welches Buch hat Sie am meisten beeinflusst?
Ohne Zweifel „Silicon Germany“ von Christoph Keese. Keese warnt davor, dass der deutsche Mittelstand den Anschluss an die digitale Welt verpassen könnte. Dabei zeichnet er ein schonungsloses, doch nicht hoffnungsloses Bild der Situation. Eine Tatsache, die meine Mitarbeiter und ich bereits seit Längerem nicht nur in Deutschland sondern auch in Frankreich beobachten. Gerade mittelständische Unternehmen sind aufgrund knapper personeller Ressourcen mit der schnellen digitalen Transformation unserer Welt schlichtweg überfordert. Mit unserem ganzheitlichen Beratungsansatz bieten wir unseren Mandaten zwischenzeitlich auch Digitalstrategien und Unterstützung bei der Optimierung ihrer Arbeitsprozesse im digitalen Wandel an.

9. Bitte vervollständigen Sie folgende Sätze: In fünf Jahren werde ich...
…hoffentlich weiterhin mit der Kanzlei am Puls der Zeit sein und die ständigen neuen Anforderungen der wandelnden Märkte als Herausforderung für mein Team und mich begreifen. Dabei bin ich mir sicher, dass auch die Digitalisierung als Megatrend an Bedeutung für unsere Mandanten und somit auch für unsere Beratungstätigkeit gewinnen wird.

10. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass die Bieber Audit & Global Solution GmbH weiterhin mittelständische Unternehmen dabei unterstützt, die Lücken der Visionen ihrer grenzüberschreitenden Zukunft zur Realität zu schließen. Dabei ist es mir wichtig, dass wir trotz ständigen Wachstums auch weiterhin das Vertrauen in unsere steuerlichen Kompetenz bei den Mandaten genießen.